Arbeit mit dem inneren Kind

Das innere Kind repräsentiert den Teil in uns, der durch früheste Prägungen entscheidende Gefühle, Verhaltensmuster und Wertvorstellungen aufnimmt. Er ist die Schlüsselfigur unserer Gefühlswelt, der meisten ungelösten und unlösbar erscheinenden Lebensprobleme. Dies jedoch sind nur Programmierungen, die man rückgängig machen und auflösen kann.

Die wenigsten von uns haben gelernt liebevoll und fürsorglich mit sich selbst umzugehen. Um uns vor seelischem Schmerz und emotionalen Verletzungen zu schützen, haben wir Abwehrmechanismen entwickelt, die uns von unseren Gefühlen abtrennen. Dies schützt zwar in dem Augenblick vor Schmerz, lähmt aber auf Dauer unsere Lebendigkeit und Lebenslust, und uns geht damit ein beachtlicher Teil an Lebensqualität verloren.

In dieser Arbeit geht es darum, die Kraftquellen für uns selbst, für unsere Beziehungen und für unseren Alltag wieder zu erschließen. Wenn es uns gelingt, mit dem verborgenen Kind in einen liebevollen Kontakt zu treten, wird sich uns ein überraschendes Potential an intuitivem Wissen, Kreativität, Lebensfreude und wacher Emotionalität erschließen – der Tanz des Lebens kann beginnen.

 

 

Counseling und Paarcounseling

 

In beratender Einzeltherapie kannst Du herausfinden und Dir anschauen, was für Dich zur Zeit „Thema“ ist, wie es sich in Deinem Leben, Deinen Beziehungen und Deiner Meditation reflektiert. Verschiedene therapeutische Methoden stehen zur Verfügung, um die Hintergründe Deiner Thematik zu erhellen. Während sich Dein Verständnis für Dich selbst vertieft, können sich alte Spannungen und Verletzungen lösen und heilen. Du erfährst Unterstützung darin, von der antrainierten Persönlichkeit hin zu Deiner Individualität und von einer belasteten Vergangenheit in die Offenheit des Augenblicks zu finden.

Ein Paarcounseling hilft, über aktuelle Konflikte und Beziehungsfragen Einblick in die emotionalen Hintergründe der Beziehung zu bekommen. Die Partner werden sich festgefahrener Beziehungsstrukturen bewusst und erkennen kreative Lösungsmöglichkeiten.

 

 

Familienstellen

 

Beim Familienstellen beschäftigen wir uns mit unseren Wurzeln. Wir sehen durch die Methode des Familienstellens, auf welche tiefe und unterschiedliche Art und Weise die Mitglieder einer Familie miteinander verwoben sind. Alte unangenehme Gefühle, die wir trotz aller Bemühungen nicht auflösen können, bleiben oft so hartnäckig, weil es nicht die Eigenen sind. Wir haben sie von jemandem aus unserer Familie übernommen, oft ohne denjenigen überhaupt zu kennen. Das Scheitern in unseren Beziehungen, Misserfolg, Lebensunlust, Krankheit können die Folge davon sein, dass wir nicht den richtigen Platz in unserem Familiensystem einnehmen.

Unbewusst können wir in das Schicksal eines anderen Familienmitgliedes verstrickt sein: eines früh Verstorbenen, eines Ausgeklammerten, Vergessenen oder Verachteten, eines der ein schweres Schicksal hatte z.B. eine schwere körperliche oder psychische Krankheit, oder mit einem früheren Partner unserer Eltern oder Großeltern. Indem wir die Trauer dieser Person fühlen, ihre Wut oder Rache leben, erfüllen wir unbewusst die stummen Regeln die nach Ausgleich und Zugehörigkeit verlangen.

Das Familienstellen ist eine Methode die Verstrickungen in ein fremdes Schicksal sichtbar zu machen und zu lösen.

 

 

Systemische Einzel-, Paar- und Familientherapie

 

In der Systemischen Familientherapie ist nicht der isolierte Mensch das Objekt der Betrachtung, sondern das ganze System, in dem er sich bewegt (Paarbeziehungen, Familie, Gruppen, Arbeitsteam, Organisationen und andere Beziehungssysteme). Der Blick richtet sich auf bestehende Muster, Zusammenhänge und Dynamiken des Systems, ausgehend von dem Grundgedanken, dass sich die Handlungen von Mitgliedern eines Systems wechselseitig beeinflussen. Im systemischen Ansatz geht man davon aus, dass verschiedene Wirklichkeiten existieren und es nicht nur eine »richtige« Wirklichkeit gibt.

Grundsätzlich wird von dem Gedanken ausgegangen, dass das Verhalten der einzelnen Mitglieder eines Systems (Kinder, Eltern, Großeltern, Geschwister, Arbeitskollegen etc.) das Beziehungsgefüge des ganzen Systems bestimmt. Das Hauptaugenmerk der Systemischen Therapie richtet sich daher auf das, was sich zwischen den einzelnen Systemmitgliedern abspielt und wie diese miteinander umgehen. Jedes System hat gewisse, oft unausgesprochene »Spielregeln«, nach denen sich die Mitglieder austauschen und zumindest nach außen hin ein Gleichgewicht herstellen. Hat jedes Mitglied genügend Freiraum, dann sind die Grenzen des Systems klar und durchlässig, d. h. es kann auf Veränderungen flexibel reagieren. Sind die Grenzen jedoch zu starr oder diffus, wird das System krank. Ist die Familienbalance gestört, dann wird häufig nur ein Familienmitglied »auffällig«. Meist sind es die Kinder, die Verhaltensstörungen zeigen und so auf Störungen im System verweisen.

Ziel der Therapie ist eine Erweiterung der Wahrnehmungs- und Handlungsmöglichkeiten des Einzelnen und des Gesamtfamiliensystems. Dadurch ist es möglich, neue Perspektiven und grundsätzliche Veränderungen zu entwickeln und zu erzielen.